Samstag, 14. März 2015

Make Love, not Star Wars - Auch Nerds brauchen Liebe!



Fast jeder hat so ein Exemplar in seinem Bekanntenkreis: Ein schüchterner Junge mit großen Augen hinter dicken Brillengläsern, wuscheligen Haaren, die mal wieder eine Wäsche vertragen könnten, unglaublichen Programmier- und keinerlei sozialen Fähigkeiten.

Tatsächlich brachte mich ein Kumpel auf die Idee, dieser Gruppe in meinem Blog mal ein wenig Aufmerksamkeit zu widmen – denn kaum ein Mann wird sich so wenig trauen, dich anzubaggern und ist gleichzeitig so liebevoll und süß wie unsere verkannten Computergenies.

Natürlich spreche ich nicht von den picklig-schwabbligen unrasierten Freaks mit Mundgeruch, sondern von den begabten, niedlichen Jungs mit den langen, schmalen Fingern, die leider viel zu viel Zeit auf einer Computertastatur verbringen und viel zu wenig Zeit auf dir...

Wenn du genug hast von den großkotzigen Alphas, die bloß über Fußball quatschen, während sie versuchen, dir plump an die Wäsche zu gehen, kann es sich lohnen, mal einen zweiten Blick auf den blassen Typen mit dem schüchternen Lächeln zu werfen, der dir jetzt schon zweimal deine Festplatte formatiert hat, sich dafür aber kaum danken lässt, weil er jetzt wirklich ganz dringend auf eine LAN-Party gehen muss...

Selbst, wenn du dir keine längerfristige Beziehung mit jemandem vorstellen kannst, der mit Final Fantasy keinen Dreier, sondern ein Game assoziert (auch, wenn deine Profilfotos nie wieder so gut aussehen werden, wie nachdem er sie bearbeitet hat), kann es durchaus auch einfach ein reizvolles Spiel sein, einen Nerd zu „knacken“ (und dir seine ewige Dankbarkeit zu sichern, selbst wenn nie wieder etwas zwischen euch geht).
Das Wichtigste bei deinem neuen Projekt ist es, ihn nicht zu verschrecken oder zutiefst zu irritieren, indem du zu forsch vorgehst. Nie, niemals, möchtest du, dass ein Typ während eines Blowjobs in hysterisches Gekicher ausbricht, weil ihm so etwas Verrücktes ja noch nie widerfahren ist (November 2009, Informatikstudent, definitiv unter den Top Ten meiner absurdesten Anekdoten...).


Andererseits wird natürlich in frühestens zehn Jahren etwas zwischen euch passieren (also nachdem ihn seine Mutter aus purer Verzweiflung mit ein paar dicklichen Mädchen aus der Nachbarschaft verkuppelt hat und er sich nun in einer Mischung aus falschem Selbstbewusstsein und purer Verzweiflung auf die Suche begibt), wenn du nicht die Initiative ergreifst.

Es ist eine gute Idee, ihn zunächst mal an physischen Kontakt zu gewöhnen (also Umarmungen zur Begrüßung und zum Abschied; Kopf an seine Schulter legen, wenn ihr euch gemeinsam ein unfassbar spannendes Youtube-Tutorial anguckt; seine Hand nehmen, wenn du ihn irgendwohin führst oder begleitest), so als sei das die normalste Sache der Welt (was es ja schließlich auch irgendwie ist, ähem...).

Dann sollte es auch kein Problem mehr sein, ihm einen sanften Kuss auf die Wange zu geben, der dann immer mehr Richtung Lippen wandert - je spielerischer, desto besser -, seine Hand auf deine Brust zu legen (es gilt, neues Territorium zu erobern), und ihn nach und nach aufs nächste Level zu bringen...

In diesem Sinne,
Go Girl, go!
Eure Catherine


PS: Ich danke euch Lieben für die Zuschriften und Kommentare - ich war wieder mal länger auf Reisen und vielfach internetlos - bald gibt es das Buch!! Ganz doll versprochen!! Ahh, die Zeit...

1 Kommentar:

Vanessa R hat gesagt…

Hey Catherine :)
erstmal find ich deinen Blog Spitzenklasse!!!
Du schreibst in deinem Artikel etwas über ein bald erscheinendes Buch?
Da der Artikel schon etwas her ist, gibt es das Buch schon? :)
Würde es mir sofort bestellen :D
Kann man mit dir auch sonst irgendwie Kontakt aufnehmen? ;)
Liebe Grüße,
Vanessa