Freitag, 12. April 2013

Wie soll eine Frau sein?

Liebe Pick Up Ladies! Heute hab ich mal ein ganz besonderes Häppchen für euch - die männliche Perspektive! Der freundliche Flirtfachmann Thomas, der seit Jahren versucht, den Jungs in puncto Love & Sex auf die Sprünge zu helfen, beehrt uns mit einem spannenden Gastbeitrag. 



Thomas hat es sich nicht zur Aufgabe gemacht, lauter männliche Aufreiß-Abschlepp-Sexprotz-Monster zu erschaffen, sondern plädiert für eine natürliche und sympathische Herangehensweise.
Im Folgenden erzählt er uns, was ihm als Mann an Frauen gefällt, wie sie sein Interesse wecken, und wie Mann gerne abgeschleppt werden möchte.

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Wie soll eine Frau sein?

Der Titel ist nicht so ernst gemeint – denn das Schönste ist, wenn Du Dich so gibst, wie Du bist … ohne Dich zu verbiegen. Dies ist mein Gastbeitrag aus der Sicht eines Mannes … wobei ich Dir nach 5 Jahren als Männer-Flirtcoach versichern kann, dass auch Männer unterschiedlich sind. ;) Nebenbei: Wenn Du ein Mann bist … vielleicht fragst Du Dich gerade das Gleiche: Was denken Frauen wirklich?

Durchschaubar oder Mysteriös ...

Ich fand es immer gut, wenn Frau sich geheimnisvoll gibt. Natürlich sollte dies nicht alles sein, was Du zu geben hast ;) … denn: Manchmal fand ich heraus, dass hinter diesem „Geheimnis“ nur Schüchternheit oder Verschlossenheit stand … und gab auf. Denn ich stehe mehr auf offene, selbstsichere Frauen.
  • Erzähle nie sofort alles über Dich!
  • Öffne Dich aber im Kennenlern-Prozess ... sonst wirst Du Ihn früher oder später vergraulen.
  • Tue dies jedoch Stück für Stück, häppchenweise.

Anbeißen oder zappeln lassen?

Ich fühlte mich immer zu Frauen hingezogen, die mich eine Weile hingehalten haben. Ist ja auch klar:
  • Ein Preis, um den man gekämpft hat, ist irgendwie wertvoller.
  • Der Ritter, der erst den Drachen töten muss, durch den Wassergraben schwimmen und die Burgbefestigung hochklettern … wo endlich die schöne Prinzessin wartet.
Dieser Märchen-Krieger ist irgendwie noch in uns Männern drin. Und es wirkt sogar heute noch, nachdem ich es durchschaut habe – wenn auch weniger stark. Andererseits weiß ich es sehr zu schätzen, wenn Frau offen ist und das Leben genießt. Auch, weil ich weiß, dass Mut dazu gehört – ein „leichter Mann“ ist ein toller Hecht, ein „leichtes Mädchen“ in den Augen der anderen ... was? Leider manchmal eine Schlampe oder Nutte. Diese Gesellschaft ist ungerecht, immer noch. Du solltest hier mit Deiner weiblichen Intuition vorgehen … und Deine eigene Balance finden zwischen leicht und schwer. Du kannst es nie allen Männern recht machen – also fühl Dich wenigstens wohl dabei. Womit wir beim nächsten Thema wären:

Nein oder Jein oder … einfach nicht kommen?

Ich hätte mir früher oft gewünscht, dass Frauen direkter wären. Warum können sie nicht einfach das sagen, was sie wollen? So wie ein richtiger Mann? Mittlerweile finde ich es gut, so wie es ist, und möchte keinen Mann im Frauenkörper mehr als Partnerin ;) Die Natur hat uns so geschaffen, und wir lernen dadurch voneinander, dass wir unterschiedlich sind. Was ich mir immer noch wünsche:
  • Wenn Du Nein meinst, sag auch „Nein“. Das fühlt sich auch für Dich ehrlicher an, als Deine Telefonnummer rauszugeben und dann zu blocken …
  • Wenn Du „Ja“ fühlst, zeig es ihm! Männer sind heutzutage oft stark verunsichert und wissen NICHT, wie man eine Frau erobert. Ich habe das weder in der Schule noch von meinem Vater gelernt. Nicht mal von meinen Freunden – die waren meist genauso blind wie ich.
Also … wenn ER sich nach drei Tagen nicht meldet, dann schick eine unverfängliche SMS. Er war oft nur schüchtern.

Anhimmeln oder abwimmeln?

Männer möchten bewundert werden. Ich gebe es zu: Auch ich! Und auch wenn ich weiß, dass es nur mein Ego ist. Auch wenn ich ehrliche Kritik annehmen kann und schätze. Ich oute mich hier. Ich möchte von Frauen bewundert werden dafür:
  • dass ich mit Inline-Skates eine Treppe herunterfahren ...
  • "The Call of Ktulu“ von Metallica auf der E-Gitarre spielen (ja, kann ich wirklich) ...
  • … und Liegestütze auf einer Hand machen kann.
Auch wenn es Dir völlig unwichtig ist, welche waghalsigen Kunststücke ER auf seinem BMX-Rad vollführt, und Du eher Angst dabei hast ... … und Du kein einziges Wort verstehst, wenn er Dir von seinem neuen Dual-Core-Pentium-4-mit-Nvidia-Superforce erzählt (und Du Dir unter einem „geilen Teil“ eigentlich wat janz anderes vorgestellt hast):

Sei bewundernd.

Du musst keine Lobeshymne anstimmen – ein staunender Blick mit Augenaufschlag reicht. Männer lieben Rekorde und brauchen die Belohnung dafür. Das ist nun mal so – ich kann nichts dafür und habe dies nicht erfunden. Versuch also nicht, ihm das abzugewöhnen. Ein Grashüpfer hört auch nicht auf zu hüpfen. Konstruktive Kritik kannst Du übrigens später anbringen, in einer ruhigen Stunde. Dann sind auch Männer einsichtsvoll – aber nicht in diesem Moment.

Ansprechen als Frau … wie bitte?

Ich finde es super, wenn Frauen mich ansprechen! Wie gestern beim Einkaufen … Ich hatte SIE eine Weile angeschaut, und als sie an mir vorbeiging, mit einem Lächeln ermuntert. Sie fragte schließlich „Kennen wir uns von irgendwo her?“ Mädels, versucht nicht kreativ zu sein – dieser Satz reicht völlig. Ich liebe diese Vertauschung der scheinbar sooo festgelegten Rollen! Es gibt noch einen weiteren Grund: Männer verstehen Deine subtilen Flirtsignale nicht. Wenn Du ihn also nicht ansprechen magst, dann schau mal, was Du sonst tun kannst:
  • Etwas fallenlassen. So, dass er es aufheben „muss“. Dann sagst Du „Danke“ und wie ungeschickt Du doch bist … etc. Das weckt seinen Schutzinstinkt!
  • Ihm einfach zuwinken. Wenn er fragt, dann hast Du ihn eben mit jemandem verwechselt, zum Beispiel mit Tom Cruise. Das Eis ist trotzdem gebrochen.
Und: Du musst ihm NICHT Deine Nummer geben, wenn Du ihn angesprochen hast. Keine Angst … das habe ich zumindest in keinem Gesetzblatt gelesen ;) Also: Mut! Und viel Spaß beim nächsten Flirt wünscht Dir Thomas Fuchs

Dienstag, 26. März 2013

Lesen macht sexy!



Bücher sind einfach ne tolle Sache. Man kann sie überall mit hin nehmen, sie wütend in die Ecke pfeffern, wenn die Story oder das eigene Leben Mist ist, und sie trotzdem in der nächsten Woche wieder in der Bibliothek abgeben. Außerdem sind sie ein stylischer Möbel-Ersatz, Selbstverteidigungs-Instrument, Briefbeschwerer und ein super Gimmick, wenn man nicht allein und verwundbar im Restaurant rumsitzen will.

Abgesehen von all diesen enorm praktischen Vorzügen machen sie aber auch schlau. Dank meiner Lesemanie weiß ich, dass Pferde keine Schwarzen mögen (Karl May) und Ausländer unsere deutsche Identität zersetzen (Thilo Sarrazin).

Jetzt aber mal Blödsinn beiseite.
Lesen macht tatsächlich sexy, und zwar nicht nur als Aktivität, die man ohne besondere sportlichen Fähigkeiten öffenlichkeitswirksam ausleben kann, sondern vor allem, wenn man sich das bald erscheinende

PICK UP LADY BUCH

zulegt.
So, jetzt isses raus.

Nachdem ich jetzt schon so oft gefragt worden bin, wann man meine Pick-up-Philosophie endlich einmal in einem seriöseren Format als in diesem Blog lesen kann (bitte?! Mein Blog ist der Gipfel der humanistisch-aufklärerischen Bildungsliteratur!), habe ich mich dazu entschieden, einen handlichen Ratgeber zusammen zu stellen, für alle Pick Up Cats, Pick Up Ladies, und solche, die es werden wollen (und vielleicht noch gar nicht wissen, was diese Begriffe besagen sollen).

Das Buch wird’s als Softcover und Kindle-Version geben, und besteht aus einer überarbeiteten Zusammenstellung meiner Kolumnen plus (mindestens) 10% neuem Material, das vom Internet (wir wollen ja keine Firmennamen nennen) gerne zensiert wird.
Ihr dürft euch also auf eine komplette Einführung in das weibliche Pick-Up System freuen, von Inner Game über Kiss Close bis zu... ach, was solls; ich glaube, nur die männlichen PUAs brauchen all diese Pseudo-Fachbegriffe.

Tatsache ist, es geht – natürlich – darum, wie ihr euch gut genug fühlt, Typen erfolgreich anzusprechen, wie ihr diese abschleppt (da kommt auch der unzensierte Teil ins Spiel), und im Optimalfall eure Traum-Beziehung findet!



Nun meine Frage an euch:
Wie soll dieses Buch heißen? Welcher Titel würde euch ansprechen – und eure immer noch zu gehemmten Freundinnen, denen ihr das Buch schenken wollt?
Freue mich über Vorschläge als Kommentar oder PN!



In diesem Sinne,
Go Girl, Go!
Eure Catherine



Freitag, 22. März 2013

5 Wege, ihn in dich verliebt zu machen


Wie wir bereits ausführlich besprochen haben, ist guter Sex nicht nur ein möglicher Weg zu einer Beziehung, sondern wahrscheinlich sogar der mit Abstand beste und erfolgversprechendste. Denn wenn er erst einmal erkannt hat, dass man mit dir nicht nur super flirten kann, du nicht nur aufregende Geschichten erzählst, sondern sie mit ihm wahr werden lässt, wird er dich Superfrau nicht mehr gehen lassen wollen.
Wenn du also in eurer ersten Nacht alles richtig gemacht hast, ihn außerdem nicht durch Geklammere verschreckst, und er dich wiedersehen will, solltest du unbedingt die nächsten 5 Punkte beachten, damit aus euch nicht nur eine belanglose Kurzzeit-Affäre wird.
Achtung: Vielleicht merkst du selbst nach den ersten paar Treffen, dass er doch nicht so interessant ist wie anfangs gedacht. In diesem Falle solltest du das 5-Schritte-Programm so schnell wie möglich abbrechen, sonst hast du ewig einen liebesverklärten Kitschi-Knutschi-Knuddel-Kater an der Wange (und den, sowie die entsprechenden Koseworte, sollte Frau tunlichst vermeiden).



Hier nun also die fünf besten Strategien, um ihn in dich verliebt zu machen!



  1. Sei interessiert

Eigentlich nichts einfacher als das. Lach über seine Witze, frag nach, wenn er dir eine Geschichte erzählt, bewundere seine Klugheit/seinen Mut/seinen Kaffeekonsum, oder was auch immer gerade dich beeindrucken soll – sei beeindruckt! Ist er ein leidenschaftlicher Fußballer, beichte ihm deinen präpubertären Schwarm für Klinsi (wenn du sonst nichts davon verstehst). Was auch immer er dir über sich erzählt, du solltest es mit dem gebührenden Interesse zur Kenntnis nehmen – und später weiterverwenden!
Achtung: Männer möchten nicht ausgefragt werden. Im Gegensatz zu vielen Frauen wollen sie ihr Gefühlsleben meistens nicht zur Analyse auf den sozialen Labortisch legen, und sind dementsprechend unglücklich bei Fragen wie „und wie hast du dich gefühlt, als dich deine Ex verlassen hat?“.
Ausgenommen natürlich, er schüttet dir gerade sowieso sein Herz zum betreffenden Thema aus. In diesem Fall bedarf es kluger Abwägung: gleich abschießen, oder erstmal total verständnisvoll sein und schauen, ob er nicht doch vielleicht schnell über sie hinwegkommt...



  1. Sei interessant



Willst du, dass er sich wieder bei dir meldet? Dann gib ihm einen Grund dazu. Der Sex mit dir sollte so aufregend wie nur möglich sein (wie schon besprochen); aber auch der Rest deiner Persönlichkeit sollte Anlass zu mehr bieten. Wie in Punkt 1 gesehen, wirkst du schon viel sympathischer auf ihn, wenn du ihm mit dem gebührenden Interesse entgegenkommst. Ist er aber zufällig einer der Kerle, denen die Mädels ohnehin in Scharen nachlaufen und jedes Wort von ihm zum Evangelium machen, bedarf es ein bisschen mehr deinerseits, damit er erkennt, wie besonders du bist.
Achtung: Du sollst nicht lügen, um dich interessanter zu machen – das fliegt schnell auf und lässt dich eher als Psycho dastehen. Nimm stattdessen die Fakten und präsentiere sie auf ansprechende Weise.
Zwei Eigenschaften machen jeden Menschen interessanter: Können und Begeisterung.
Mein Freund war einmal völlig hin und weg von einem Mädel, die ein paar Tricks auf dem BMX-Rad konnte. Mein Kumpel Jens glaubt immer noch, die Yoga-Stunden mit Carlotta wären die große Liebe gewesen. Wenn meine Freundin Nancy französisch spricht, fallen ihr die Kerle zu Füßen. Ich selbst verliebe mich chronisch in Pianisten.



Wenn du selbst kein besonderes Talent vorzuweisen hast (was ich bezweifle! Think again!), dann macht dich allein schon die Begeisterung für das, was andre können, oft sehr attraktiv.
Meine Freundin Nicole hat ihren Freund auf einem Eishockey-Spiel kennengelernt, wo sie voller Begeisterung die Mannschaft anfeuerte. Moni tanzte so leidenschaftlich, dass der DJ sie unbedingt kennenlernen wollte. Als Maria meinem Kumpel erzählte, in welche Ekstase Opern sie versetzen, hat er sie geküsst. Wenn jemand lateinische Dichter mag, macht mich das an. (Egal, was ihr jetzt von mir denkt, das is halt so.)
Es ist eigentlich egal, was dich so begeistert, dass du ihm unbedingt davon erzählen willst – Hauptsache, es ist echt, und er kann spüren, dass du – mindestens – einen Funken Leidenschaft in dir trägst.
Am besten ist natürlich, du hast bei Punkt 1 gut aufgepasst, und kannst jetzt mit einer entsprechenden Leidenschaft punkten. Ist er ein Sportfanatiker, kannst du ja erzählen, wie du in der Unterstufe Ballett gemacht hast. Steht er auf Computerspiele, kannst du ihm ja sagen, wie süchtig du nach Farmville warst – obwohl das ja soo schlecht gemacht ist... etc.



  1. Sei unentbehrlich



Stell so schnell wie möglich eine Art des Kontakts her, die nur ihr beide teilt:
Erschaffe Insider.
Bring ihn dazu, etwas mit dir zu teilen, das er sonst keinem Mädel erzählt.
Finde ein gemeinsames obskures Interesse und lebe es mit ihm aus (gerne auch was Sexuelles – muss es aber nicht sein).
Fang ein Projekt mit ihm an, dass ihr nur gemeinsam vollenden könnt.
Mach auf umgekehrte Scheherazade: Lass ihn den Anfang einer für ihn unglaublich wichtigen Geschichte erzählen, und entlocke ihm bei jedem Treffen ein bisschen mehr. So bist nur du wirklich up to date, was die Story angeht, und er wird darauf brennen, sie weiterhin mit dir zu teilen. Klingt erstmal verrückt, funktioniert aber.



  1. Sei aufregend

Ausnahmsweise geht es bei diesem Tipp einmal nicht um Sex.
Zahlreiche Studien (s. Cialdini, Ariely u.a.) haben gezeigt, dass das Gefühl der Verliebtheit erzeugt und bestärkt wird, wenn die beiden betreffenden Personen gemeinsam einen Moment intensiver Adrenalinausschüttung erleben.
Will sagen: Jede Art gemeinsamer Aktivität, die ein bisschen Abenteuer beinhaltet, führt dazu, dass ihr euch emotional stärker verbindet.
Das muss nicht unbedingt Bungee-Jumping oder Freeclimbing sein; aber ein gemeinsam im Kino gesehener Horrorfilm oder, noch besser, ein Besuch im Freizeitpark können schon mal Wunder wirken. Tatsächlich führt gemeinsames Kreischen auf der Achterbahn nicht nur zu eventuellem Händchenhalten-aus-vorgetäuschter-Panik, sondern tatsächlich zur Ausschüttung des Bindungshormons Oxytocin – also zur emotionalen Anhänglichkeit. In anderen Worten: Schnurr.



  1. Sei liebenswert



Ja, dieser Punkt klingt total bescheuert. Aber denken wir mal kurz darüber nach: Du hast es jetzt also geschafft, dass er dich für ein an ihm aufrichtig interessiertes und aufregendes Wesen hält, mit dem er außerdem irgendwie emotional und seelisch verbunden ist.
Das ist ja schon mal richtig prima.
Wenn du jetzt aber willst, dass die Beziehung länger als zwei Wochen hält (also bis das nächste aufregende empathische Wesen vorbeischwebt), musst du anfangen, eure Verliebtheit in den Alltag zu integrieren – und das ist genau der Punkt, an dem so viele Beziehungen scheitern.
Warum eigentlich?
Weil die Partner es nicht mehr darauf anlegen, vom anderen geliebt zu werden, und diese Liebe zu erwidern, sondern selbstverständlich davon ausgehen, dass man jetzt sowieso mitsamt all seinen Beklopptheiten akzeptiert wird.
Nur keine Angst, dieser Zustand wird schon noch erreicht. Nur nicht gleich.
Am Anfang solltest du deine Macken so liebenswert wie möglich maskieren, damit du ihn nicht verschreckst. Eine gute Idee ist es, jeden potentiellen Konflikt mit Sex aus dem Weg zu räumen. Nein, das ist nicht mittelalterlich, sondern pragmatisch.
Wenn er darüber meckert, dass du deine Kleider in alle Bereichen der Wohnung herumliegen lässt, führe einen sexy Strip vor, um zu demonstrieren, wie und wieso Unterhosen nun einmal überall landen können. Findet er deine beste Freundin „anstrengend“, erzähl ihm, wie ihr beide mal herumgeknutscht habt... etc.
Und mit seinen Macken solltest du erst einmal ähnlich umgehen. Nah ein paar Wochen wird die Wahrscheinlichkeit, dass ihr euch trennt, statistisch gesehen sowieso viel geringer, und dann kannst du ihn immer noch darauf hinweisen, dass man Zahnpastatuben nach dem Benutzen grundsätzlich wieder zumachen sollte.
Hab stattdessen Verständnis; sei sein ruhender Pol, wenn die böse Welt da draußen ihm wieder einmal übel mitspielt, und schnell wird er nie mehr auf dich verzichten wollen.



In diesem Sinne,
Go Girl, go!
Eure Catherine

Donnerstag, 7. März 2013

5 Fehler, die jedes Date ruinieren



Nun hat es also endlich geklappt: Du hast dich getraut, den süßen Typen auf der Party/in der Bar/in der Kantine anzusprechen, er hat dir tatsächlich seine – echte! – Nummer gegeben, und du hast dich wiederum getraut, ihn anzurufen und dich mit ihm auf einen Kaffee zu verabreden. Glückwunsch!

So weit, so gut.
Aber nun geht’s ums Ganze: nämlich darum, ob aus euch was wird, ob er dich wiedersehen will, ob vielleicht schon heute was läuft (vor allem, wenn ihr nach dem Kaffee zu etwas Stärkerem übergeht) – oder ob er sich nach einer halben Stunde mit einem höflichen Lächeln verabschiedet, weil er ganz vergessen hat, seinen Wellensittich Hansi zu füttern. Falls du ihn danach nochmal anrufst, wird sein Wellensittich (der mittlerweile aus irgendeinem Grund Mausi heißt) sicher an irgendeinem langwierigen Vogelleiden erkrankt sein, das in den nächsten Wochen seine ganze Zeit beanspruchen wird...
Und du wirst dich noch monatelang fragen, was du falsch gemacht hast. Höchstwahrscheinlich hast du einen der folgenden fünf schweren Fehler begangen – fünf absolute Date-No-Gos, die du aber glücklicherweise ab sofort und für immer vermeiden kannst!

Hier sind sie:



  1. Jammern, Klagen, Leiden

Du erzählst ihm, wie schlecht es dir in deinem neuen Job geht? Dass deine beste Freundin etwas Fieses hinter deinem Rücken erzählt hat? Dass du gemobbt wirst und deine Tante Evelyn ja auch schon immer gesagt hat, dass du niemals Erfolg haben wirst?
Bravo. Du hast dich hiermit als totale Loserin hingestellt, als einen Jammerlappen, dem das Schicksal immer ach so übel mitspielt, und den aus irgendeinem unfairen Grund niemand mag. Aber mal ganz im Ernst: Warum sollte er dich dann mögen? Die Reaktionen deiner Umgebung, wie du sie darstellst, sollten ihn ja schließlich warnen, dass mit dir etwas nicht stimmt – und er wird lieber schnellstens das Weite suchen.



  1. Verzweiflung ausstrahlen

Ein ähnlicher Punkt wie Nummer Eins, aber in Bezug auf dein Liebesleben. Wenn du ihm strahlend erzählst, dass du ja seit über einem Jahr kein Date gehabt hast, und soo froh bist, dass es mit euch geklappt hast, machst du dich furchtbar unattraktiv auf dem Beziehungsmarkt – denn offensichtlich ist ja sonst keiner hinter dir her, du bist also keine attraktive Beute.
Noch viel schlimmer wäre natürlich deine Saga von der Suche nach der großen Liebe und dem Mann fürs Leben, einschließlich Kindern – denn die Uhr tickt! –, vor ihm auszuwälzen. Damit wirst du ihn garantiert sofort los.

Ausnahme: Du erzählst mit leisem Stöhnen, dass du seit drei Monaten keinen Sex mehr gehabt hast. Das Wort Sex und die Aussicht auf eine ausgehungerte Frau werden ihn eindeutig eher anmachen als abschrecken...

  1. Lästern

Ja, bestimmt ist die Geschichte darüber, wie dämlich sich eure neue Praktikantin anstellt, total lustig – für die anderen Lästermädels im Büro.
Männer stehen aber nicht auf solche Geschichten. Ehrlich nicht. Vielleicht später, wenn ihr eine Zeit lang zusammen seid, und eure gemeinsamen Bekannten euch beide nerven.
Bei den ersten Treffen aber kommst du damit als gemeine, oberflächliche, bösartige Zicke rüber, die vielleicht sogar seine Schwächen später brühwarm weitertratschen wird. Das macht dich für ihn nicht nur unattraktiv weil unfreundlich, sondern sogar potenziell gefährlich (not in the good way).
Lieber nur Gutes über andere erzählen, damit wirkst du bescheiden, freundlich und liebenswert!

  1. Auftrumpfen

Okay, du hast also vor drei Wochen diese krasse Gehaltserhöhung bekommen, mit der du dir deinen neuen überschicken kleinen Sportflitzer leisten konntest, und außerdem droht dein Ex weiterhin mit Selbstmord, weil er nie wieder eine so tolle Frau wie dich finden wird. Schön für dich (naja, letzteres eher nicht so ganz, wenn wir mal ehrlich sind).

Dummerweise wurde er aber vor drei Wochen gefeuert, musste sein Auto verkaufen und seine Ex bekommt jetzt ein Kind von seinem besten Freund.

Deine Angebergeschichten werden also nicht gerade dazu beitragen, dass er sich besser fühlt – im Gegenteil. Er wird dich ab sofort mit der schlechten Stimmung verbinden, in die ihn deine Story versetzt hat, und dich außerdem für unerträglich großkotzig halten.

Wenn er hingegen eine Geschichte erzählt, die ihn als den Helden darstellt, beispielsweise weil er neulich ein verletztes Kätzchen gesund gepflegt hat, dann bewundere ihn vorbehaltlos (unbedingt!!), und erwähne auf keinen Fall, dass du letzte Woche ein Kind vor dem Ertrinken gerettet hast. Er ist jetzt der Held, und deine Bewunderung tut ihm nicht nur gut, sondern macht dich auch in seinen Augen ungemein sympathisch und attraktiv.

  1. Den Ted Mosby machen
Für die, die How I Met Your Mother nicht so gut kennen: Ted Mosby, der Protagonist hat die unangenehme Angewohnheit, seinen neuen Damenbekanntschaften beim ersten Date seine Liebe zu gestehen. Was in einer Fernsehserie vielleicht noch irgendwie süß rüberkommt, wirkt im wahren Leben eher gruselig. Egal, wie toll euer Treffen bisher gelaufen ist - das L-Wort ist absolut tabu! Ab besten auch noch bei den nächsten Treffen, und am allerbesten so lange, bis er es sagt. Auf keinen Fall dürfen dir aber gleich zu Anfang die drei verfluchten Worte über die Lippen kommen, wenn du nicht willst, dass er dich für eine krasse Stalker-Bitch hält. Ein bisschen Contenance, bittesehr!


Vielleicht erkennst du dich ja in manchen Fehlern ein bisschen wieder und hast jetzt eine Erklärung dafür, warum so manches Date eher mäßig gut geendet hat. Wenn du aber diese fünf Fehler in Zukunft vermeidest, steigen deine Chancen ungemein, dass er dich toll findet und dich unbedingt wiedersehen will!

In diesem Sinne,
Go Girl, go!
Eure Catherine

Sonntag, 3. Februar 2013

Selbstbewusstsein leicht gemacht!


Nun haben wir ja schon ein paar Mal festgestellt, dass die Wahrscheinlichkeit leider äußerst gering ist, dass dir das Universum eines Tages einfach mal so den Traumprinzen vor die Füße spucken wird, und du daher selbst die Initiative ergreifen muss. Blablabla, alles tausendmal gehört, hätte man ja prinzipiell auch nichts dagegen, wäre da nicht diese doofe Stimme im eigenen Kopf, die mit unwesentlichen Variationen immer wieder folgendes vor sich hin plappert:


...Ja klar, auf dich haben sie grade gewartet, guck doch mal, wie du wieder aussiehst, du bist viel zu fett, ja geradezu schwabbelig, du hast den Bad-Hair-Day praktisch abonniert, du tanzt wie ein besoffener Affe, und überhaupt sehen sogar deine Füße in den neuen Peeptoes aus wie etwas, das sein Verfallsdatum schon lange überschritten hat, apropos, ist da nicht eine neue Falte?...

Diese Stimme hören wir alle, manche als Dauerschleife, manche nur gelegentlich, aber dafür umso eindringlicher. Was können wir also tun, damit dieser Anti-Motivator endlich seine Klappe hält?
Wir unterscheiden hier zwischen lang-, mittel- und kurzfristigen Strategien, von denen ich euch jeweils eine besonders effiziente vorstellen will. Let's get started!


  1. Selbstbewusstsein Tag für Tag
Auch wenn du wie die meisten Frauen davon überzeugt bist, auf Fotos einen grenzdebilen Eindurck zu machen, gibt es sicher wenigstens ein paar Aufnahmen, auf denen du dir richtig gut gefällst. Such diese Bilder raus (aber Achtung: sie sollten möglichst aktuell sein, sonst tappst du in die „so-schön-wie-damals-werd-ich-nie-wieder“-Falle) und platziere sie an einer prominenten Stelle. Kleb sie an deine Schreibtischlampe, richte sie dir als Desktop-Hintergrund ein, befestige sie an deinem Spiegel... Jedes mal, wenn dein Blick auf eines dieser Fotos fällt, wirst du unwillkürlich lächeln: „Das bin ich ja ich!“ Und damit hast du ständig den unwiderlegbaren Beweis vor Augen, dass du schön sein kannst.
Einen ähnlichen wenn auch nicht ganz so rein positiven Effekt kannst du mit alten Bildern erreichen, auf denen du eine unmögliche Frisur hast/10 Pfund mehr wiegst/nicht wusstest, dass man hellblauen Lidschatten sparsam dosieren muss, etc. Diese Fotos wiederum rufen dir zu: „So schlimm wie damals siehst du bei weitem nicht mehr aus! Und trotzdem hast du damals mit diesem unglaublich süßen Typen rumgemacht! Überleg mal, was dann heute alles möglich ist!...“


  1. Selbstbewusstsein vor der Party oder vor dem Date
Das kennen wahrscheinlich die meisten Mädels schon: Nehmt euch richtig viel Zeit für euer jeweiliges Schön-mach-und-schön-fühl-Ritual. Badewanne, Gesichtsmaske, Haarkur, Zehen tiefrot lackieren... All diese kleinen Spa-Maßnahmen (^^) führen dazu, dass du dich wohl in deiner Haut fühlst, weil du dich liebevoll mit dir selbst beschäftigst. Allerdings kann dieser Effekt gleich wieder zunichte gemacht werden, wenn der Kampf um das richtige Outfit beginnt, ihr alles was geht aus dem Kleiderschrank zerrt, anprobiert, verwerft, wieder von vorn anfangt, euch aufregt, weil das silbern schimmernde Top nicht mehr passt, und schließlich mit zerwühlten Haaren und rotfleckigem Gesicht die weiße Fahne hisst – will sagen, euch für T-Shirt und Jeans entscheidet.
So geht’s nicht!
Da ihr euch sowieso schon Zeit für euch selbst nehmt, überlegt euch noch bevor (!) ihr in die Wanne oder Dusche steigt, was ihr genau an diesem Abend tragen wollt. Dazu gehören alle Aspekte des späteren Outfits, also Kleider, Unterwäsche, Schuhe, Accesoires, Make-Up. Details kann man natürlich noch anpassen, aber wichtig ist, dass ihr schon vor euch seht, wie ihr später aussehen wollt, und am besten das Zeugs schon mal bereit legt. Dann habt ihr euch längst mit dem Gedanken angefreundet, heute Abend eine verruchte Sex-Göttin zu sein, und werdet das knappe Schwarze nicht übereilt beiseite legen, nur weil das weite Graue eure Problemzonen vielleicht doch besser versteckt... Wer am Anprobe-Ritual hängt, der soll es getrost beibehalten (ist ja ne tolle Sache , Model zu spielen!) – aber eben bevor ihr all die entspannenden Prozeduren durchführt. Vorher entscheiden, anstatt später stressen – das ist der ganze Trick, der überraschend viel ausmacht!


  1. Selbstbewusstsein in 3 Minuten
Jetzt seid ihr auf der Party und seht, objektiv betrachtet, super aus – aber plötzlich kommt wie aus dem Nichts die fiese Stimme wieder, die Knie werden weich, ihr schwitzt, zittert, stolpert oder fühlt euch einfach nur unwohl... dann hilft euch diese bewährte NLP-Technik. Mein bester Freund hat mir gerade neulich wieder erzählt, wie super sie für ihn funktioniert, z.B. auch in Prüfungssituationen, deshalb wird es Zeit, dass ihr sie kennenlernt:
Visualisiere zunächst ein Bild von dir, auf dem du dich perfekt fühlst. Denk zurück an eine Gelegenheit, wo du dich richtig selbstbewusst und sexy gefühlt hast, erinnere dich, wie du damals aussahst, wie du gestrahlt hast, wie happy du warst... Solange, bis du dieses Bild vor dir richtig deutlich erkennen kannst.
Nun stell dir vor, an diesem Bild, das du wie einen Plakataufsteller vor dir siehst, sind starke, straff gespannte Gummibänder befestigt, die zu dir führen. Du und dieses sexy Bild von dir, ihr seid also nur durch diese Bänder voneinander getrennt. Sobald du die Spannung löst, schnalzt das Bild auf dich zu, in dich hinein, wird eins mit dir.
Nochmal: Du stellst dir vor, du packst das Bild und schiebst es von dir weg, wobei du merkst, wie die Gummibänder sich ganz straff spannen. Dann lässt du los, und – zack! – schnalzt das Bild auf dich zurück.
Wiederhole diesen Schritt, bis du fühlst, dass du mit dem Bild verschmolzen bist, und ein breites Lächeln auf deinem Gesicht spürst.
Vielleicht kommt manch einer diese Technik etwas albern vor, aber sie funktioniert garantiert!


In diesem Sinne,
Go Girl, go!


Eure Catherine




Mittwoch, 4. April 2012

Cat Walk - Endlich Laufen Lernen mit High Heels


Hohe Absätze sind das feminine Kleidungsstück schlechthin. Auch wenn sie ursprünglich von männlichen Adligen der Barockzeit populär gemacht wurden, symbolisieren sie heute die pure sinnliche Weiblichkeit (und es ist schwer vorstellbar, dass sich dieser Trend wieder umkehrt, und wir beispielsweise Sarkozy in der nächsten Saison in Sling-Pumps bewundern dürfen).

Leider sind sie für viele Frauen hauptsächlich eins: Ein Folterinstrument.

Also quält man sich auf Abschlussbällen und Hochzeiten, trägt aber im alltäglichen Leben nur die typisch deutschen Flach-flach-Schuhe (das sagt zumindest der berühmte Schuhdesigner Christian Louboutin über die deutschen Frauen).
Ich weiß nicht, wie oft Mädels mir gesagt haben, sie liebten meine Schuhe, könnten aber niemals damit laufen. Interessanterweise machen die gleichen Girls Geräteturnen, Ballett, Kampfsport und hundert andere Sachen, die deutlich mehr Koordination und Körpergefühl erfordern als ein Sprint durch die Altstadt in 10-cm-Absätzen.
Deshalb, falls auch ihr zu diesen Mädels gehört, wird es Zeit für ein High Heel-Tutorium. Man muss es ja nicht gleich übertreiben, und, wie es mir einmal mehr oder weniger aus Versehen geschah, in Peep-toes einen Berg besteigen (glücklicherweise trug mich mein Begleiter dann aber wieder runter – wahrscheinlich weil er meine Schuhe zu sexy fand, um sie zu ruinieren).

Das Wichtigste ist, erstmal klein anzufangen. Wer schon nach zwanzig Minuten gemächlichen Schlenderns (oder gar im Sitzen) Blasen bekommt, hat keine Monsterfüße, sondern trägt einfach die falschen Schuhe. Also quält euch nicht noch einmal mit diesen niedlichen Pumps, die euch die letzte Party versaut haben, sondern kauft euch ein sorgfältig ausgewähltes Paar High Heels mit einem Absatz von 5-8cm Höhe (keine Pfennigabsätze, das ist für Fortgeschrittene!), das euch nicht bereits im Laden drückt. Probiert verschiedene Fußstellungen aus, beispielsweise indem ihr Kniebeugen versucht, sowie einen kurzen Sprint.
Das Innenmaterial sollte im Optimalfall aus weichem Leder bestehen; außerdem sollte der Schuh euch genug Halt geben (also Finger weg von Pantoletten). Stiefeletten sind eine gute erste Wahl, denn sie stabilisieren den Knöchel; damit könnt ihr euch erstmal auf das Absatzproblem konzentrieren, ohne Angst haben zu müssen, buchstäblich aus den Latschen zu kippen.

Nun könnt ihr euer neues Paar perfekter Schuhe stolz nach Hause tragen und gleich mit dem Üben anfangen.
Achtet darauf, die richtige Haltung anzunehmen (vor dem Spiegel üben hilft): Viele Frauen neigen dazu, den Hintern zu weit nach hinten zu recken, um die Balance zu halten. Das sieht nicht nur ziemlich bekloppt aus, sondern macht auch das Laufen schwieriger. Stellt euch vor, dass ihr von einem unsichtbaren Faden wie eine Marionette nach oben gezogen werdet – aufrechte Haltung sowie Körperspannung fördern das Gleichgewicht.
Wenn ihr euren Hintern sowie eure Oberschenkel leicht anspannt, werdet ihr deutlich weniger schwanken. Das kann man leicht nachvollziehen, wenn man sich auf die Zehenspitzen stellt: Ohne Spannung kippt man viel schneller um.

Beim eigentlichen Laufen solltet ihr darauf achten, dass ihr eure Beine ausgestreckt lasst, und nicht immer wieder leicht in die Knie geht – nehmt euch ein Vorbild an den Laufsteg-Models! Außerdem müsst ihr nicht ausschließlich die Zehen belasten (außer beim Rennen); versucht, einen kleinen Teil des Gewichts auf dem Absatz zu belassen, dann vermeidet ihr unnötige Schmerzen.

Es ist eine tolle Idee, die Schuhe erst einmal zu Hause einzulaufen (ich persönlich trage meine 14cm-Glasabsatz-Pornoschuhe fast ausschließlich auf Partys in meiner eigenen Wohnung, aus gutem Grund). Ihr braucht euch nicht albern vorzukommen, es ist ein super Training und wird den Kerlen in eurer Umgebung garantiert gefallen.

Zum Schluss noch der unerlässliche Survival-Tipp:
Nehmt immer ein Paar Ballerinas in der Handtasche mit, damit ihr notfalls wechseln könnt, bevor es wirklich weh tut. Dann könnt ihr am nächsten Tag problemlos wieder mit High Heels ausgehen, und kommt nicht aus Blasenvermeidungsgründen aus der Übung.

Ich wünsche euch viel Spaß beim Stöckeln!



In diesem Sinne,
Go Girl, go!



Eure Catherine



PS: Pick up Lady gibt’s jetzt auch auf Facebook! Also tretet einfach der gleichnamigen Gruppe bei und erfahrt, wann es wieder etwas Neues gibt! :)


Sonntag, 22. Januar 2012

Die Weisheit der Pornostars

Große und überraschende Wahrheit: Männer lieben Pornos. Frauen leider oft weniger. Woran liegt's? Schwer zu sagen – ich persönlich habe deutlich mehr Freude an einer heißen Sexszene als an quietschrosa batteriebetriebenen Geräten. Im Allgemeinen sagen die sogenannten Experten, Frauen seien einfach weniger visuell und ließen sich lieber von anderen Reizen stimulieren. Ob's stimmt oder nicht, sei dahingestellt. Jedenfalls kenne ich genügend Männer, die zu gewissen Damen aus den einschlägigen Filmen schon längere „Beziehungen“ haben als zu irgendeiner Frau im echten Leben. Das heißt natürlich nicht, dass ihnen eine echte Beziehung nicht lieber und wichtiger wäre! Frauen, die Pornos immer noch als Bedrohung für ihre Liebe sehen, kann ich nur sagen – get over it! Oder betrügst du deinen Kerl etwa mit deinen Masturbationsfantasien von Hugh Jackman? Na also. Aber viel wichtiger ist doch eine ganz andere Frage:

Was macht diese Mädels so umwerfend attraktiv?
Entgegen landläufiger (weiblicher) Meinung liegt es nicht an perfekten cellulitefreien Schenkeln, Silikonbrüsten und professioneller Intimenthaarung. Nein, die Begeisterung für Belladonna und Co. ist tatsächlich auf etwas ganz anderes zurückzuführen, nämlich auf eine mentale Einstellung (!), die besagte Damen sehr überzeugend vermitteln:
Sie ficken gerne.
Auch wenn Männer bekanntermaßen gerne mal auf die Jagd gehen und Frauen „rumkriegen“ wollen, wünschen sie sich doch von ihrer erwählten Partnerin hauptsächlich eins:
Begeisterung für Sex.

Vielleicht ist das auch gerade der Aspekt, den Frauen so „unrealistisch“ an Pornos finden: Dass SIE vor Begeisterung Purzelbäume schlägt, wenn ER ihr zweifelhafte Dinge unbekannter Herkunft in fragwürdige Körperöffnungen einführt, um ihr anschließend mehrere Liter seines männlichen Saftes ins Auge zu spritzen.
Soweit wollen (und müssen) wir natürlich auch gar nicht gehen. Betrachten wir aber zum Vergleich das andere Extrem des leider oft so typischen partnerschaftlichen Beischlafs:

ER bemüht sich durch wildes Rumgestochere ihr irgendeine Art von Geräusch zu entlocken, während SIE verzweifelt versucht, ihre unter seinem Arm eingeklemmten Haare zu befreien, bis schließlich ihr Bein einschläft, sie einen Stellungswechsel versuchen, und das ganze Elend von vorne beginnt...

Bevor das große Geschrei losgeht: ja, ich weiß, das sieht nicht immer und überall so aus, aber ich habe schon zu viele Leute befragt (und beobachtet, ähem), als dass diese Repräsentation vollkommen aus der Luft gegriffen wäre.
Wie finden wir also die goldene Mitte zwischen Doppelanal und Dauerfrust?
Was können wir von Sasha Grey und Ashley Blue lernen? (PS: Namen nicht erfunden. Erstere sogar ein hochinteressantes gebildetes Mädel!)
Fangen wir mit den Basics an:



  1. Die Tonspur: Stöhnen, schreien, grunzen, quietschen... Abgesehen davon, dass es IHN unglaublich anmacht, wird es euch erwiesenermaßen auch aufgeilen (so, wie ein aufgesetztes Lächeln tatsächlich fröhlicher macht). Damit das klar ist: Ihr sollt nicht vortäuschen, sondern nur euer Gefallen etwas lautstarker artikulieren. Und: es gibt keine „blöden“ Geräusche, es gibt nur zuwenig.


  2. Die Moves: Wer daliegt, wie ein schlecht genageltes Brett (lol), tut weder ihm noch sich selbst einen Gefallen. Also: Hüften bewegen, Rücken biegen, Beine über seine Schulter werfen, Arsch nach oben strecken... Es ist auch eine ausgezeichnete Idee, sich selbst anzufassen. Streichle deinen Bauch, deine Oberschenkel, deine Klitoris... Persönlich packe ich gerne meine Brüste (ganz abgesehen davon, dass es wohl ganz gut aussieht, fühlt es sich einfach gut an).

  3. Der Blick: In Momenten größten Glücks sind geschlossene Augen absolut angebracht. Ihm gelegentlich einen aufreizenden Schlafzimmerblick zuzuwerfen, wird das Ganze allerdings noch viel aufregender machen. Gerade beim Blasen gibt es nichts, was ihn so sehr antörnt, wie ein tiefer Blick in seine Augen – es wirkt einfach unglaublich versaut. Auch bei anderen Gelegenheiten wird visuelles Interesse an seinen Aktivitäten sehr geschätzt, und dir vielleicht auch neue Perspektiven eröffnen...




Zusammenfassend gesprochen, sollten deine Körpersprache, deine Augen und deine Stimme Begeisterung ausdrücken. Das wird auch ihn motivieren, sich bei Dingen, die besonders viel positives Feedback bekommen, noch mehr anzustrengen. Männer möchten ihre Freude am Sex gerne teilen. Die Pornoindustrie hat das begriffen, und wir hoffentlich auch bald. Eines steht jedenfalls fest: Wenn du auch nur ein bisschen porno im Bett bist, wird er nie wieder auf Sex mit dir verzichten wollen.




In diesem Sinne,
Go Girl, go!
Eure Catherine

Mittwoch, 2. November 2011

Sex and Strategy



Als alte Nachteule sehe ich gerade zum ersten Mal auf deutsch den “Sex and the City”-Film (vorher bin ich natürlich total legal nach NYC zur Premiere geflogen), und muss mich doch fragen, warum diese ganze Serie für uns Mädels so ein Kult geworden ist. Ich gebe es gerne zu: Ich habe jede Folge mehrfach gesehen, und meinen Freund oft genug mit Zitaten genervt. Die ganze Geschichte ist einfach amüsant, aber ich bin mehr als beunruhigt, falls unsere Definition von “moderner Frau” tatsächlich deckungsgleich mit den Abenteuern von Carrie & Co. sein sollte. Die ganze Kulisse ist bunt und abgefahren, ebenso die Kleiderwahl, und rein finanziell hätte es keines der Mädels nötig gehabt, seine weitere Lebensplanung in irgendeiner Form von einem männlichen Ernährer abhängig zu machen.
Als wir Teenager waren, haben meine Freundinnen und ich manchmal das “wer-sind-wir-aus-Sex-and-the-City”-Spiel gespielt (wer meinen Blog kennt, wird nicht überrascht sein, dass Tina immer zir Charlotte gewählt wurde). Ich hingegen war ziemlich geflasht, regelmässig zur Samantha ernannt zu werden (obwohl ich damals noch ziemlich anständig war).
Der Hauptcharakter der Serie, Carrie Bradshaw, hat allerdings in meinen Augen all die Eigenschaften, die uns Mädels immer wieder als schwach, unfähig und incurably romantic darstehen lassen. Ihre Betrachtungen über das Single-Leben sind bestenfalls amüsant, oft extrem oberflächlich, meistens widersprüchlich, und spiegeln im Endeffekt ein hoffnungslos veraltetes Rollenbild wieder.
Gerade im Film:
Big: “Ich kann das nicht.” Carrie dreht durch. Zwei Minuten später treffen sie sich auf der Strasse wieder, er entschuldigt sich und will heiraten. Ihre vollkommen irrationale Reaktion: Sie haut ihm den Brautstrauss auf den Kopf und rennt davon.
Danach wird erstmal monatelang gelitten, weil sich überraschenderweiser ihre seit dem Alter von zwölf Jahren sorgfältig gepflegten Prinzessinnen-Traumhochzeit-Fantasien nicht perfekt erfüllt haben.
Während Carrie noch in ihrem “Mexikoma” dahinvegetiert, scheint es sie vollkommen aus den Manolos zu hauen, dass Samantha und Miranda tatsächlich imstande sind, sich um ihren zukünftigen Umzug in ihre alte Wohnung zu kümmern (“ihr zwei könntet die Welt regieren”). Mal ganz ehrlich: Wer als Frau nicht fähig ist, sich allein eine Wohnung, ein Auto, eine Versicherung und einen Mobilfunkanbieter zu besorgen, sollte sich lieber ganz schnell eine Zeitmaschine ins Mittelalter besorgen.
So, fürs Erste genug kritisiert.
Können wir denn aus dem ganzen Elend irgendetwas lernen?
Carrie immerhin kommt gegen Ende zu dem überraschend selbstkritischen Schluss, dass sie Big in eine Schublade gepresst hat, die er von Anfang an abgelehnt hat. Zugegeben, sie hat ihn geschickt zur Hochzeit manipuliert, was vor allem aus praktischen Überlegungen heraus für sie sinnvoll war, aber anstatt ihren Triumph leise zu geniessen, muss sie das Ganze bis zur Unkenntlichkeit aufbauschen und ihn möglichst weit vonhdem wegdrängen, was er für seinen Charakter hält.
Das können wir besser.
Wenn wir einen Mann dazu kriegen wollen, etwas zu tun, was er eigentlich ablehnt, wie eine feste Beziehung oder einen Besuch bei den zukünftigen Schwiegereltern, müssen wir ihn nicht nur davon überzeugen, dass dies zu seinem Besten geschieht, sondern er sollte am Besten noch das Gefühl haben, es sei seine Idee gewesen. Sobald wir die Dinge zu klar aussprechen (und noch mit girligem Gemecker verzieren), kann er gar nicht anders, als seine Abwehrmechanismen hochzufahren und alles abzulehnen, was ihr vorschlagt. Viel geschickter ist es, die eigentliche Streitfrage als dein ganz persönliches Problem zu formulieren, bei dem er dir dann seine geniale Lösung anbieten kann. Wenn Carrie Mr Big ihre Unsicherheit bezüglich ihrer Wohnungssituation darlegt, kann er gar nicht anders, als ihr die Heirat anzubieten. Sobald sie ihn aber in eine Mega-Mörder-Feier drängt, aktiviert sich seine Selbstschussanlage.
Noch ein Beispiel: Wenn du willst, dass dein Kerl mehr Zeit mit dir allein verbringt, mach ihm klar, wie schwierig es für dich ist, dein Wochenende zu organisieren, ohne gleich total verplant zu sein: “Ich würd dich ja gerne mal sehen, aber jetzt haben mich Linda und Jessy schon wegen Samstag und Sonntag gefragt... und da wir beide ja nichts vorhaben...”
Möglicherweise kapiert er den Wink mit dem Zaunpfahl nicht gleich, aber wenn du das Ganze konsequent durchziehst, wird er schnell kalte Füsse kriegen, und dich so rechtzeitig wie möglich für sich selbst reservieren.
Erwartet bitte keine filmreife Romantik; der echte Mr Big hätte längst die Nase voll von Carries kindischem Gezicke; Männer ausserhalb von Romanen und Sitcoms sind hingegen heilfroh, wenn die Frau ihnen klar zeigt, wie sie sich angebracht verhalten können. Liebe besteht nicht unbedingt aus den fantastisch romantischen Gesten, sondern vielmehr in der Bereitschaft, sich vom Andern lieben zu lassen – innerhalb seiner Fähigkeiten und Möglichkeiten, die wir ihm manchmal einfach aufzeigen müssen.

In diesem Sinne,
Go Girl, go!
Eure Catherine